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Spinnennetz

Sinnbefreit im Dachgeschoss

Bis hierhin und schnell wieder zurück!

Mediengeplänkel

Die Medienbranche verkommt immer mehr zu einer Farce. Der vorgetäuschte Schock des Onlinemagazins Spiegel Online über die Einstellung der Sat.1-Nachrichtenformate Sat.1 am Mittag und Sat.1 am Abend stößt bei mir auf völliges Unverständnis. Solche Vorgehensweisen sind doch in der Medienbranche üblich - und Rendite-Steigerungen auf bis zu 30% ist auch nichts Neues in dieser kapitalgesteuerten Gesellschaft. Wenn man zudem mal die Möglichkeit hatte einen Blick hinter die Kulissen eines, wenn auch nur regional agierenden, privaten Fernsehsenders werfen zu können, schocken einen Meldungen über die Einstellung kompletter Programmschienen erst recht nicht mehr (zum Glück habe ich damals den Absprung rechtzeitig geschafft und mich selbst “wegrationalisiert”).

Der Blick weg von “den Privaten” hin zu den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten rückt Spiegel Online allerdings auch nicht in ein besseres Licht: Eine Meldung, die eigentlich in die Kategorie “Randnotiz” hätte fallen müssen, wird doch tatsächlich zu einem seitenlangen Bericht ausgebaut. Das Interesse an einer neuen Tagesthemen-Moderatorin muss ja wirklich groß sein… Immerhin wird der “Hype” um die neue Moderatorin Caren Miosga, welcher durch zahlreiche medienwirksame Veranstaltungen der ARD geschürt wurde, dann doch noch ein wenig belächelt.

3 Reaktionen zu “Mediengeplänkel”

  1. Alex

    Auch toll ist das Geplänkel um die Absetzung der Schlager-Show “Lustige Musikanten” mit Marianne und Michael auf ZDF. Die Zielgruppe - in diesem Fall schreibt man so schön von den “Alten” - zieht es in Betracht wg. Diskreminierung Klage zu erheben.

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,494536,00.html

    Ich weiss ja auch nicht…

  2. DrNI

    Den Nachrichten auf Sat1 nachzuheulen ist doch wirklich paradox. Die Meisten “Nachrichtensendungen” der Privaten können sowieso nicht ernst genommen werden. RTL möge das sofort nachmachen, so daß die Leute auch mal wieder einen Grund haben, vom Unterschichtenfernsehen wegzuzappen. Wenn auch nur zwischen 20:00 und 20:15.

  3. Kristof

    Alex: Wenn man bedenkt, dass es noch zwei weitere Sendungen im ZDF gibt, die sich mit volkstümlicher Musik beschäftigen, kann von Diskriminierung wohl kaum die Rede sein, sondern handelt es sich hierbei wohl eher um einen Versuch junges Publikum von den privaten Rundfunkanstalten abzuwerben; für die armen diskriminierten Alten, die, wie es so schön in dem Artikel heißt “Deutschland nach dem Krieg aufgebaut haben”, empfehle ich eine DVD-Collection mit den gesammelten Sendungen herauszubringen - nach Betrachtung der Hälfte aller DVDs dürften die Kunden dann auch endgültig ausgestorben sein.

    DrNI: Ich vermute, dass die Zuschauer der privaten Rundfunkanstalten schon längst vergessen haben, dass es überhaupt öffentlich-rechtliche Anstalten gibt - und selbst wenn im Hinterkopf noch eine leise Erinnerung vorhanden ist können vermutlich die wenigsten den 20:00 Uhr-Nachrichten intellektuell folgen, da die “Verdummung” durch Bilderbuch-Nachrichtenformate kaum mehr rückgängig zu machen ist. Nichts desto trotz stimme ich Dir natürlich zu, dass es in der Tat paradox ist, diesen Verlust zu bedauern.

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