WordPress database error: [Table './idgsql1/wp01_statz' is marked as crashed and should be repaired]
INSERT INTO `wp01_statz`(IP, time, referer, keyword, host, page, username) VALUES('54.156.93.60','2017-09-24 17:46:21',NULL,NULL,NULL,473,'Gast')

Spinnennetz

Sinnbefreit im Dachgeschoss

Bis hierhin und schnell wieder zurück!

Afghanistan, Pakistan, Islamistan

Politik - bis auf wenige Sticheleien gegen die Regierung zum Thema Überwachungsstaat kaum Gegenstand im (bloggenden Teil des) Dachgeschoss(es). Dabei eignen sich Blogs doch hervorragend, um sich über politische Ansichten zu äußern. Und genau deshalb möchte ich nach der Lektüre dieses SpOn-Artikels von Henryk M. Broder diese mir selbst geschaffene Möglichkeit ergreifen und, den Artikel als Anlass nehmend, meine Meinung kundtun, auch wenn ich mir damit unter Umständen mehr Feinde als Freunde mache, gefährliche Feinde.

Das Attentat auf Benazir Bhutto, so furchtbar es auch sein mag und wohl auch Boder veranlasste oben genannten Artikel zu verfassen, ist definitiv nicht der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, auch wenn es vielleicht der Tropfen in Pakistan selbst gewesen sein mang. Das Fass ist längst übergelaufen, aber keine möchte es bemerken. Kein deutscher Politiker, der sich in Folge eingestehen müsste, dass die Integrationspolitik gescheitert ist, kein Europäischer, der sich dann für die sinnlosen Einsätze europäischer Streitkräfte in Afghanistan rechtfertigten müsste und kein Amerikanischer, der die Demokratisierung von muslimisch geprägten Staaten für gescheitert erklären müsste. Ich kann gut verstehen, dass es schwer fällt sich einzugestehen, dass sich die westliche und die muslimische Weltanschauung nicht unter einen Hut bringen lässt; zu unterschiedlich ist die Kultur, zu unterschiedlich der gesellschaftliche Intellekt. Deutschen Politikern mag diese Schlussfolgerung besonders schwer fallen, hängen doch stets die Damoklesschwerter namens “Fremdenfeindlichkeit” und “Rassismus” über ihren Köpfen. Es sind jedoch nicht mehr wir, der Westen, wir, die Deutschen, die sich durch Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auszeichnen. Wir steinigen keine Ehebrecher, wir hängen kein Homosexuellen, aber wir schenken muslimischen Staaten Atomkraftwerke oder empfangen deren Staatschefs feierlich, wenn sie unschuldig zum Tode verurteilte freilassen und die Ausreise genehmigen. Das muss ein Ende haben. Wir dürfen uns nicht mehr diplomatisch mit Fundamentalisten auseinander setzen, wir müssen mit aller Härte gegen sie vorgehen. Natürlich werden dabei auch unschuldige ihr Leben lassen, natürlich werden dadurch auch “moderate Moslems” in die Arme der Fundamentalisten laufen! Aber wie viele Unschuldige mussten schon durch die Hand von Fundamentalisten sterben?

5 Reaktionen zu “Afghanistan, Pakistan, Islamistan”

  1. DrNI

    Es gefällt mir nicht so sehr, wie du »westlich« und »muslimisch« gegenüberstellst. Das ist durchaus vereinbar. Allerdings kann man den entsprechenden Völkern im Osten keine mehrere hundert Jahre dauernde europäische Entwicklung in zwei Jahren einprügeln. In Deutschland gab es passenderweise einen kalten Krieg, der die Besatzer dazu veranlasste, 40 Jahre lang auf uns zu hocken. Außerdem war den meisten ja schon irgendwie klar, daß das da was gehörig falsch gelaufen war.
    Im Irak z.B. wollten die Amis mal kurz einmarschieren, die Leute umpolen, ein Jahr zukucken und dann wieder abdampfen. So hätte das bei uns auch nicht funktioniert.

  2. Kristof

    Ich möchte es einmal anders formulieren: Ich akzeptiere es, wenn mein Gegenüber akzeptiert, dass ich keinem Gott Zeit opfere, Menschen verachte, die unschuldigen Menschen Schaden zufügen und es mir ziemlich egal ist, ob nach dem Tod 70 Jungfrauen oder eben ein gewisser Herr Petrus und Scharen von Engeln warten. Menschen, die dies nicht akzeptieren, Frauen steinigen und Dieben die Hände abhacken, möchte ich weder akzeptieren noch tolerieren - erst recht nicht, wenn diese Menschen nach Europa kommen und hier ihre Lehren von gesteinigten Frauen und abgehackten Händen predigen. Es reicht, wenn ich mich mit “einheimischen” Radikalen und Fundamentalisten herumärgern muss, die den Gebrauch von Verhütungsmitteln verteufeln.

    P.S.: Ich hätte mir gewünscht, dass doch noch der ein oder andere Kommentar den Weg unter diesen Beitrag gefunden hätte, ist es doch die Diskussion, die eine Demokratie und die Meinungsfreiheit am Leben erhält.

  3. Daniel

    “Es gefällt mir nicht so sehr, wie du »westlich« und »muslimisch« gegenüberstellst.”

    da kann ich dir nur zustimmen

  4. pedro

    …grundsätzlich habe ich bloss was gegen Menschen, wenn sie mir persönlich einen Anlass dazu gegeben haben. Was mich aber so an den Muslimen stört - gewiss ist das jetzt sehr allgemein ausgedrückt - sie fordern Toleranz und unser Entgegenkommen, sind aber nicht bereit gleiches zu geben! So funktioniert das nicht! Eigentlich schade!
    Und wenn Muslime streng nach Ihrer Religion leben wollen, Frauen missachten wollen etc., dann kann ich das sehr gut verstehen, denn sie wurden ja so erzogen und auch geprägt, aber dann sollten sie sich einen geeigneten Ort dafür aussuchen, um dadurch Konflikte in Grenzen zu haltenoder zu vermeiden…

  5. Erwin

    Hmm…das letzte Land hört sich irgendwie fremdenfeindlich an. Naja, die Afghanen setzen gerade wieder alle weiblichen Politiker ab…

Einen Kommentar schreiben