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Spinnennetz

Sinnbefreit im Dachgeschoss

Bis hierhin und schnell wieder zurück!

Krisenkrise

Krise, Krise, Krise. Im Radio, im Fernsehen, auf der Straße und im Unterricht. Selbst wenn man persönlich noch nicht in irgendeiner Krise steckt, wird einem spätestens beim Verlassen des Hauses klar gemacht, dass jeder in der Krise steckt bzw. zu stecken hat. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob man nun im Besitz von Lehman-Zertifikaten ist oder einen Arbeitsplatz bei Opel zu verlieren hat. Die Krise ist einfach überall. Jeder Einzelhändler hat die Krise schon zu spüren bekommen, sämtliche Straßencafés müssen bald schließen, weil jeder seinen Cent zweimal umdreht.

Verwundert? Noch keine menschenleeren Geschäfte und Cafés gesehen? Das täuscht, schließlich muss sich die Rezession irgendwie bemerkbar machen, die Aktien befinden sich ja auch seit Monaten auf großer Talfahrt. Die Menschen, die die Geschäfte und Cafés bevölkern, entspringen einfach nur dem Wunschdenken aller, dass es einfach so weitergeht wie bisher. Man könnte es eine Massenfatamorgana nennen. Vielleicht wurde auch das bundesweite Trinkwasser mit LSD angereichert. Nur bei Eisdielen scheint es nicht zu wirken. Diese sind - wie jeden Winter - nur von Hartgesottenen und Cappuccino-Junkies bevölkert. Für die überfüllte Außenterrasse reicht im Winter wohl auch nicht der stärkste LSD-Rausch.

10 Reaktionen zu “Krisenkrise”

  1. S(tef)unny

    Hübsche Idee, das mit dem LSD im Trinkwasser. ;-)

  2. Olaf

    Ich find es auch faszinierend, dass so auf den ersten Blick eigentlich fast gar nix von Krise bemerkbar ist.
    Die Medien sind voll - es werden die schlimmsten Szenarien dargestellt - aber nix ist zu merken, das Leben geht eigentlich fast normal weiter.
    Dabei mein ich gar nicht, dass der Konsum zurückgehen sollte - ich versteh eigentlich nicht warum niemand auf der Strasse ist. sich niemand darüber aufregt wie sehr uns ein Spekulationsmarkt hier in ide Sch… geritten hat, wie sehr die Firmen sich mit Finanzspekulationen und - tricks immer schöner geredet haben und für den Arbeiter immer weniger getan wurde.
    Wie gesagt ich versteh es nicht. Vielleicht übersteigt das Ganze einfach das Fassungsvermögen, vielleicht will man das Ganze gar nicht in der vollen Tragweite erkennen und an sich heranlassen.
    Ich hör nur immer wieder Zahlen die ich auch nicht mehr verstehe.
    Allein die Hypo Real Estate hat, wenn ich das richtig höre, schon über 100 Millarden verschlungen, bzw. braucht die.
    Hey, das war vor kurzen noch fast das ganze Jahresdefizit des deutschen Haushaltes - und damals wurde über 10 Millarden mehr bzw. weniger gestritten bzw. gejubelt.
    Wenn ich das so völlig unqalifiziert zusammenreche, was ich so an Hilfskosten für Banken und Industrie an Zahlen erfahre, dann könnte der Staat inzwischen auch JEDEM Einwohner so zwischen 2000 und 3000 Euro in die Hand drücken. Und wenn das ausgegeben wird - selbst für ausländische Produkte bin ich fast sicher, dass davon über alle anfallenden Steuern die Hälfte davon wieder beim Staat landet.

    Ich fürchte, dass der Rücklauf bei den Bankenmilliarden da nicht so gut aussieht.

  3. Stachelhalsband Träger

    Also das einzige was ich von der “Krise” bis jetzt mitbekommen habe ist das Karneval recht unspektakukär ausgefallen ist im vergleich zu sonstigen Jahren, aber das kann auch einfach eine Subjektive Fehleinschätzung sein. Im endeffekt denke ich das es die Krise sicher irgendwo gibt nur mitbekommen tut man das vlt nicht jeder. Ich meine vielen Unternehemen geht es genauso gut wie voher, nicht jedes Unternehmen ist von Banken abhängig und so weiter.

    Aber wenn man sonst nichts zu berichten hat, Krisen laufen wohl immer gut im Fernsehen ;)

  4. shibumi

    ich denke die momentane situation ist so, dass wir uns alle daran gewöhnt haben. es wird ja nur noch in milliarden gesprochen. die politiker versuchen verzweifelt die situation in den griff zu bekommen und da wird alles über schulden finanziert, es gibt wohl zur zeit auch keine andere möglichkeit, denn wenn die banken zu grunde gehen, dann so denke ich, ist es vorbei mit unserer freien marktwirtschaft.

  5. Tim

    Nun, im Moment ist es noch so, dass die Krise wirklich noch nicht bei der Bevölkerung angekommen ist. Sollten aber nun die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen, dann kann (wird) sich auch dass Konsumverhalten rapide ändern - wünschen wir uns, dass es nicht soweit kommt!!!

  6. Marc

    Also dass die Arbeitslosenzahlen in die Höhe gehen, wird sich nicht vermeiden lassen. Opel muss kämpfen, VW streicht 16.000 Leiharbeiterstellen usw. Diese Stellen können nicht einfach so aufgefangen werden. Bis eine Krise aber bei den Bürgern ankommt, dauert es meistens einige Zeit, aber wenn es dann soweit ist, dann hoffe ich, dass sich die Lage einigermaßen beruhigt hat und man wieder nach vorne blicken kann.

  7. Christian

    Also es fällt schon auf, dass die Leute nicht so viel unterwegs sind wie vorher, aber ich sehe trotzdem noch sehr viele Menschen die einkaufen. Also ich meine damit nicht Lebensmittel sondern Möbel oder andere Sachen. Also ehrlich gesagt kann ich es nicht ganz nachvollziehen, dass die Krise so schlimm sein soll. Wenn ich mein Umfeld ansehe, dann würde ich eher sagen jeder nimmts gelassen und lebt einfach weiter weil sich jeder denkt, dass die Politiker doch eh nur reden und nichts machen.

  8. Start in die Woche (Sinnbefreit im Dachgeschoss)

    […] Ebenfalls heute: die Weltbörsen setzen ihre Talfahrt fort. Ist etwas anderes zu erwarten gewesen? Nein! Schließlich muss die viel besungene Krise schließlich irgendwo stattfinden. Und wenn es eben nicht offensichtlich kriselt, muss eben die Börse herhalten. […]

  9. Juergen

    Ich denke das Thema ist in erster Linie so kontrovers, weil die Krise (noch?) nicht bei allen (vielen) angekommen ist. Das erklärt dann vielleicht auch das das Konsumverhalten derzeit noch stark ausgeprägt ist. Hoffen wir mal, dass es so bleibt…

  10. Georg

    Die einen sagen es ist eine Bankenkrise, die anderen es sein (nun) eine Wirtschaftskrise, dabei - und das ist ganz klar - handelt es sich um eine Boni-Krise, oder ??

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