WordPress database error: [Table './idgsql1/wp01_statz' is marked as crashed and should be repaired]
INSERT INTO `wp01_statz`(IP, time, referer, keyword, host, page, username) VALUES('54.224.210.130','2017-09-23 05:57:06',NULL,NULL,NULL,253,'Gast')

Spinnennetz

Sinnbefreit im Dachgeschoss

Bis hierhin und schnell wieder zurück!

Es lebe der Bleistift

Ja, genau der Bleistift. Kein bestimmter natürlich. Schließlich sind die Zeiten der Diskriminierung von Bleistiften schon lange vorbei. Dennoch gibt es natürlich solche und solche; in diesem Punkt unterscheiden sich die Bleistifte gar nicht so sehr von uns Menschen. Aber genug von den kleinen Spinnereien … Ok, der Fairness halber möchte ich dann doch noch erwähnen, dass ich momentan einen Faber-Castell 9000 der Stärke HB in der Hand halte. Und somit ist mir doch wirklich ein vortrefflicher Übergang zum eigentlichen Thema dieser kleinen Notiz hier gelungen: Ich habe doch tatsächlich wieder angefangen, mit der Hand zu schreiben. Genauer gesagt mit einem Bleistift. Aber dieser Umstand ist natürlich nur von sekundärer Bedeutung – die Betonung muss in diesem Fall eindeutig auf „mit der Hand schreiben“ liegen!

Nun gut, natürlich schreibe ich schon hie und da das ein oder andere mit der Hand (z.B. in der Schule), aber einen Beitrag für Sinnbefreit im Dachgeschoss mit einem Stift zu Papier zu bringen, ist ein Novum und – zumindest in meinen Augen – schon ein wenig außergewöhnlich. Ich will mal die Tatsache außen vor lassen, dass ich im Endeffekt doch die Tastatur benutzen muss, um die Zeichen letztendlich zu veröffentlichen, entstehen diese Zeilen hier doch ursprünglich auf einem weißen Blatt, welches sich langsam mit Graphitrückständen füllt.

Aber warum der Umweg über Stift und Papier? Es ist das Erlebnis des Schreibens an sich, welches mich dazu verleitete, es zu versuchen. Der Hauch von Individualität, der in jeder Handschrift steckt – ganz davon abgesehen, dass man einen Block und einen Stift im Bett viel bequemer als einen Laptop bedienen kann (ob es wohl ein grober Fehler ist, in diesem Fall von „bedienen“ zu sprechen, wenn man auch „benutzen“ verwenden könnte? Ich werde es am besten unter dem Punkt „stilistisches Mittel“ zuordnen, dann wird mich kaum ein schlechtes Gewissen plagen … und so kommt man dann endgültig vom Hundertsten zum Tausendsten …).

Wo bin ich stehengeblieben (hey, natürlich ist es unwahrscheinlich, dass man beim Schreiben den roten Faden verliert, hat man doch die Möglichkeit, das Geschriebene einfach nochmal zu lesen … Aber schmeckt die Suppe ohne Salz?).

Ich schreibe gerne im Bett. Das habe ich schon zu Preblogzeiten gerne getan (ich meine das Schreiben und das Schreiben im Bett). Absolut unergonomisch, aber irgendwie gemütlich. Das hat fast etwas von einem Rauchersalon. Außerdem ist es für mich im Bett leichter meine Gedanken zu sammeln, als an einem unaufgeräumten, leblosen Schreibtisch (nein, ich habe keine lebenden Kuscheltiere, aber die Atmosphäre im Bett erscheint mir dennoch „natürlicher“ … und nein, es ist auch keine Lösung, den Schreibtisch aufzuräumen).

Zugegeben, obige Zeilen lassen die Vermutung zu, dass eher das Gegenteil eingetroffen ist; pures Chaos statt kosmischer Gedanken. Aber es soll ja auch ein wenig Spaß machen, das Schreiben. Mit einem Bleistift. Einem grünen Bleistift.

5 Reaktionen zu “Es lebe der Bleistift”

  1. barbara

    vielleicht sollte man wirklich die Aktion: ‘Rettet den Bleistift’ ins Leben rufen. Ich glaube, ich habe gar keinen mehr.

    Dein Gedankenchaos beeindruckt mich immer wieder ;-)

  2. Alex

    Ich schliesse mich Barbaras’ Kompliment in Sachen Gedankenchaos an und überlege, wann ich wohl das letzte Mal “manuell” mehr als 2 Wörter auf ein Post-It geschrieben habe… noch schlimmer ist es aber beim Kopfrechnen :-/

  3. Diana

    Ein toll geschriebener “Gedankenschrei”.
    Bleistife hab’ ich eigentlich en Masse… nur nicht zum Schreiben (tippe ehrlich gesagt lieber), sondern zum Zeichnen und Skizzieren. Und ich danke dir für deinen Bleistift-Beitrag, weil du mich dadurch aus meiner momentanen kreativen Faulheit heraus gerissen und irgendwie animiert hast :)!

  4. Kathy Stern

    Wie schön, dass es noch Hoffnung für das geschriebene (ungetippte) Wort gibt ;-)
    Ich persönlich besitze ja so ein “altmodisches” manuelles Kalenderbuch, in das ich meine Termine und so reinschreibe. Mit einem Stift. Zwar kein Bleistift, eher tendenziell ein Kuli, aber mir gefällt diesbezüglich trotzdem der Akt des Schreibens sehr.
    Gebrannte Cds und deren Hüllen lassen sich ja auch sehr gut von Hand beschriften, hat ne persönliche Note und sieht vor allem auch noch schöner aus als irgend so ein augedrucktes Stück Minipapier…

  5. Kristof

    Ich bin hoch erfreut, dass ich mit meiner “Masche” nicht allein da stehe. Hatte schon befürchtet demnächst als Feind der Technik abgestempelt zu werden ;-)

Einen Kommentar schreiben