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Spinnennetz

Sinnbefreit im Dachgeschoss

Bis hierhin und schnell wieder zurück!

Gasalarm im Dachgeschoss

 
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Angefangen hat alles mit einer erschreckend niedrigen Sauerstoffkonzentration, die sich trotz mehr Oberflächenströmung, Innenfilterdiffusor und Sauerstofftabletten nicht anheben ließ. Ein wenig Google später war die Ursache geklärt. Durch Fäulnis im Bodengrund (deutliche Schwarzfärbung Desselben) und die dadurch entstandenen Faulgase wurde eine Anreicherung mit Sauerstoff so gut wie unmöglich gemacht. Der Mithilfe einer Mulmglocke durchgeführte Wasserwechsel brachte dann das Ausmaß der Katastrophe ans Tageslicht: Unmengen von Fäulnispartikeln im Abwasser…

Circa eine Woche später: Der Sauerstoffgehalt hatte sich mittlerweile normalisiert und auch die CO²-Konzentration litt nicht unter der angeschafften Membranpumpe, die das Wasser nachts zusätzlich zum Innenfilterdiffuser ein wenig “durchblubbert”. Das Schlimmste schien überstanden. Die ersten Wassertests bestätigten dies auch zuerst. O2-, CO2, NO2--, NO3-- Konzentration, sowie pH- und °d-Werte lagen alle im Normbereich. Heute morgen folgte die Ernüchterung: Eine gefährlich hohe Nitritkonzentration ließ mich erschrecken. Mit einem Stöckchen bohrte ich ein wenig im Bodengrund herum, worauf einige Bläschen aufstiegen, die verdächtig nach Faulgasen rochen. Ein Absaugen von ca. 15l mithilfe einer Mulmglocke bestätigte meine Vermutung: Ein fauliger Gestank entwich dem Abwasser, eine von schwarzen Partikeln durchsetzte Brühe.

Und was nun? Dieses und ähnliche Phänomene sind wohl einer der Gründe, weshalb Aquarianerneulinge recht bald wieder das Handtuch werfen. Aber von ein paar stinkende Schwefelwasserstoffe werden dies bei mir zumindest nicht schaffen… Allerdings werde ich wohl nicht um ein Auswechseln des Bodengrundes herumkommen, der aus unterschiedlich großen Kieselsteinen besteht, was, wie mir zu spät klar wurde, zu einer unzureichenden Wasserzirkulation (und damit einem Mangel an Sauerstoff) führt, da sich diese zu sehr verfestigen. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen wo ich in der Zwischenzeit (Wechseln des Bodengrundes, Neubefüllung und -bepflanzung sowie Einfahren des Aquariums) die Fische einquartiere. Für Ideen wäre ich sehr dankbar :-)

13 Reaktionen zu “Gasalarm im Dachgeschoss”

  1. Birgit

    Das ist eigentlich ganz einfach: Wenn Du nicht Deine Badewanne benutzen möchtest, brauchst Du ein Ersatz-Aquarium!

  2. Kristof

    Soetwas in der Art hatte ich befürchtet… Dann müssen die Damen und Herren Unterwasserbewohner noch mindestens 2 Wochen im alten Becken ausharren, bis ein Weiteres angeschafft und eingefahren ist. Langsam wird allerdings das Aquariengeld knapp ;-)

  3. Birgit

    Du musst es nicht einfahren. Nimm einfach das Wasser aus dem jetzigen Becken und gut ist.
    Schlimmer kann es für die Fische nicht werden, oder?
    Hast Du keine Freunde, die Aquarianer sind? Die haben bestimmt ein olles Becken im Keller stehen. Das könntest Du Dir ausborgen.
    Da Du ein netter Kerl bist, bin ich sicher, sie würden das für Dich tun (ausborgen) :-)

  4. Janine

    Bin mir nicht sicher, aber bei meinem Aquarium habe ich die Fische einfach in einen Eimer gepackt, während ich das Teil gesäubert habe, bzw. die Steine wechselte. Habe wie Birgit schon meinte, von dem alten Wasser etwas aufgehoben und das mit dem frischen vermischt. Daher waren die Fische maximal ein-zwei Stunden im Eimer. Hatte jetzt keine super teuren Fische, aber auch nie irgendwelche Probleme. Die haben das immer alles gut überstanden.

  5. Kristof

    Um die Kosten möglichst gering zu halten (nicht unbedingt aus Gründen des Geizes, nur irgendwann macht einfach jedes Girokonto schlapp) und da ich meines Wissens keinen Aquarianer aus der Nähe kenne, werde ich heute Abend wohl die “Eimer-Methode” durchführen. Gleichzeitig werde ich dann 50% des “Altwassers” mit 50% Frischwasser mischen, um so den Nitritwert nach unten zu korrigieren. Mal sehen, ob die Fische die zwei Stunden im Eimer überleben - und dabei denke ich weniger an die Platies als an die Otocinclis…

  6. Birgit

    Dann wünsche ich viel Erfolg.
    Wenn es nicht klappt, oder fürs nächste Mal, ich habe auf dem Dachboden noch ein kleines 60l-Becken. Das steht da allerdings schon eine ganze Weile, man müsste probieren, ob es noch dicht ist. In Deiner Nähe wohne ich auch, also daran sollte es dann nicht scheitern. Allerdings bin ich (sind wir) Ex-Aquarianer :-)
    Viel Spaß beim Sieben. Ich empfehle trotz Energieverschwendung warmes Wasser, weil Dir sonst die Pfoten abfrieren (hatte mal aus Geizgründen den Kies mit kaltem Wasser gespült). Autsch.

  7. Kristof

    Danke, danke, hoffe mal, dass es klappt - nicht nur aufgrund der Fische, sondern auch weil so eine Räumungsaktion eine doch sehr feuchte, strapazierende und zeitfressende Angelegenheit ist und die Auftragslage nicht immer so mies (und somit die Zeit dann doch vorhanden) ist ;-) Trotzdem auch vielen Dank für das Angebot!

    Den Tipp mit dem warmen Wasser habe ich schon bei der Ersteinrichtung des Aquariums befolgt - zehn nicht erfrorene Finger sind die paar Cent an Gas einfach wert!

    Was hat Dich/Euch denn dazu bewogen, die Aquaristik an den Nagel zu hängen?

  8. Birgit

    Letzten Endes waren es Kostengründe. Wir mussten uns entscheiden: weiterhin die Kinder füttern oder neue Fische kaufen :-)
    Irgendwann sterben sie halt mal und unser Becken wurde immer leerer. Am Ende waren nur noch Welse da. Es handelte sich dann nur noch um ein lebendes Suchbild, weil die sich ja immer verstecken. Da es ein großes Becken war, hätte eine Neubestückung ein paar hundert Euro gekostet, wenn es denn auch noch hätte schön aussehen sollen.
    Da haben wir uns halt dagegen entschieden. Die unkaputtbare Welsfamilie haben wir meinem Schwager gegeben, der ein drei Meter langes Becken besitzt. Da war noch ein Plätzchen frei :-)
    Irgendwann, wenn die Kinder aus dem Haus sind, fangen wir sicher wieder an, weil schön isses schon!

  9. Kristof

    Die Kleintierkindfütterung geht natürlich vor; da gibt es keine Kompromisse :-) Und solange für die letzten Überlebenden auch noch ein schönes Plätzchen gefunden werden konnte, ist doch alles in Ordnung.

    So langsam nähern wir uns auch hier dem Ende - meine Freundin (die in der Zwischenzeit schon ein kleines Nickerchen gemacht hat) dekoriert gerade noch ein bisschen um (ich habe mir zwar alle erdenkliche Mühe gegeben, aber Frauen haben da wohl einfach das bessere Händchen), dann werden die Fische wieder einquartiert. Nichts desto trotz war die Aktion wirklich mehr als notwendig: Ein erneuter Nitrittest zeigt immer noch eine erhöhte Nitritkonzentration an (0.8-1.0 mg/l) und das obwohl nur 10l “Altwasser” unters Frischwasser gemischt wurde. Mal sehen, ob sich das Wasser in den nächsten Tagen erholt… Sollte dies nicht der Fall sein, muss wohl zur chemischen Keule gegriffen werden; noch “durchwässerte” Nacht ist nächste Woche einfach nicht drin: Diverse Vorträge wollen vorbereitet werden *seufz*.

  10. Robert

    Wenn ich diese Berichte lese muss ich ein wenig schmunzeln und an meinen kurzen Ausflug ins Reich der Aquarien denken: zum Glück (für die Fische) bin ich nie über ein 60l Becken hinausgekommen…

    Die Zeit, die man in ein großes Becken investiert ist wirklich enorm (sehe ich bei meinem Bruder mit 1*2m und 1*1,5m)

  11. Birgit

    @Robert: Ich habe aber auch die umgekehrte Erfahrung gemacht. Unser erstes 60 liter Becken ist ständig umgekippt. Ekelig. Musste dauernd Wasser gewechselt werden.
    Das große Becken hingegen war - als es einmal sein biologisches Gleichgewicht gefunden hatte - ein Selbstläufer. Ab und zu mal das verdunstete Wasser nachgefüllt. Fertig.
    Bis die Barsche kamen, die Kacker. Dann war es vorbei mit Gleichgewicht. Haben alles vollgekackt. Naja, eigentlich haben sie sich dann ja selber umgebracht - es waren wohl Suizid-Barsche :-)

  12. Kristof

    Mittlerweile hat sich der “Sturm” glücklicherweise etwas gelegt, sprich, die Werte haben sich weitestgehend normalisiert (einzig der CO&sub2;-Wert ist durch die nächtlichen Membranpumpeneinsätze etwas niedriger, aber dagegen kann man ja etwas tun…). Ich hoffe mal, dass sich die Werte weiterhin stabil halten und die Brühe nicht sofort wieder umkippt (54l sind eben 66l zu wenig *seufz*).

    Birgit: Karpfen sind auch nicht besser… die Platies sind auch fleissig, wenn es darum geht, Flockenfutter in lange “Würste” zu verpressen und diese überall im Aquarium zu verteilen ;-)

  13. Unterwasserkaninchen (Sinnbefreit im Dachgeschoss)

    […] Aller Widrigkeiten (siehe Gasalarm im Dachgeschoss) zum Trotz - und dazu zählen nicht nur die fünf Stunden im Plastikeimer, sondern sehr wohl auch der zweistündige Aufenthalt in einer Transporttüte (siehe Mut zur Lücke) - haben die Platies1 alles getan, um der Aussage Lebendgebärdende pflanzen sich fort “wie die Kaninchen”2 gerecht zu werden. So wurde bereits ein oder zwei Tage nach dem Notaufenthalt im Plastikeimer das erste Jungtier gesichtet. Zuerst noch für eine optische Täuschung gehalten, konnte der “Fund” bereits am darauf folgenden Tag durch ein zweites Augenpaar bestätigt werden. […]

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